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Einweisung, am 13.12.2010
 

Ankunft und Einweisung in die Station




13.12.2010
Die ganze Nacht konnte ich nicht schlafen und bin ständig aufgewacht. Yannic dafür um so besser. Schnarchend lag er auf meinem Bauch und sabberte mich voll. Ich war schon lange nicht mehr so nervös.

Unsere Wohnung sieht schrecklich aus. Ich habe weder geputzt, noch meine Geschirrspülmaschine ausgeräumt. Aber wir waren ja schon die Woche davor im Krankenhaus und mussten uns davon auch erst mal erholen, da bringt es mir auch nichts wenn ich mir so einen Stress mache.

Morgends habe ich die restlichen Sachen eingepackt und Yannic startklar gemacht, die Koffer rausgestellt. Da war es ungefähr 8.30 Uhr. Das Taxi war erst für 9 bestellt. Da es sein letzter Tag in "Freiheit" für langem sein würde habe ich ihn ein bisschen im Schnee toben lassen, mit Ball und Verstecken haben wir gespielt. Irgendwann ist es zu kalt geworden, das Taxi kam auch erst um halb 10. Das Unternehmen ist in Königsbrunn und er stand bereits bis nach Augsburg im Stau, er sagte nach München wird das sicher auch so. Hoffentlich nicht!



Im Auto, Yannic mit meiner Mütze



Yannic saß gemütlich in seinem Kinderautositz und spielte mit seinen neuen Duplo-Figuren. Der kleine weiße hund mit den Punkten hat es ihm besonders angetan. Er heißt jetzt Felix. Keine halbe Stunde später standen wir im ersten Stau und kurz danach im zweiten. Über einen großen Umweg und Schleichwege sind wir doch noch ans Ziel gekommen. Yannic ist derweil mit seiner Breze eingeschlafen. Es war dann schon fast 13.00 Uhr als wir enldich angekommen sind.

In der Klinik war irgendwie viel los. Zum Glück waren wir zu den Voruntesuchungen ja schon mal da gewesen und kennen die Station schon ein bisschen. Yannic strahlte die Schwestern an und lachte immerzu. Sein Zimmer kannten wir auch schon bereits, bzw. das Zelt wird es genannt, bestehend aus einem sterilen Zimmer mit Vorraum.


Blick vom Vorraum in Yannic´s Zimmer



Es wird jeden Tag geputzt und wenn man es betreten möchte hat man Kittel, Schuhe und Mundschutz anzuziehen. Das ist echt nervig und dauert seine Zeit. Am Schlimmsten ist aber das ständige Hände desinfizieren. Wenn Yannic etwas aus dem Bett fällt, darf es von ihm nicht mehr angefasst werden und muss erst sterilisiert werden. Aber weil ich es ja aufheben muss und in eine Box lege um das Spielzeug erst mal zum Saubermachen zu sammeln (er wirft ja ständig was raus) muss ich gleich wieder die Hände desinfizieren weil ich ihn ja wieder anfasse. Meine Hände sind schon richtig aufgerissen, trocken und pickelig (Ausschlag?). Aber so ist das halt, wir wollen ja dass er schnell wieder gesund wird. An die Regeln muss man sich trotzdem erst mal gewöhnen.

Als erstes wurde er von mir und der Schwester gebadet. Da war auch irgendwas drin um ihn zu sterilisieren, obwohl das Wasser nicht mehr so frisch aussah mit diesem Mittel. Zumindest war er danach äußerlich fast keimfrei und hatte eine Menge Spaß. Hatte ihn seit dem er den Katheter hat ja nur noch mit "Katzenwäsche" gewaschen.


Yannic rettet alle Tiere vorm Ertrinken



"Ohhhh"


Das Wasser hat ihn total fastiziniert, da sind die Tiere alle drin verschwunden. Bis auf die Duplo-Babygiraffe, die konnte stehen und noch rausschauen.



Beim Abtrocknen



... der Bauchnabel auch noch ...


Yannic war eigentlich ganz gut gelaunt und hat alles lieb über sich ergehen lassen. Nur als wir im Zimmer waren und es so lange gedauert hat (den Verband um den Katheter neu machen, anziehen usw.) hat er rumgezickt. Ich war fuchbar gestresst. In dem Kittel und mit dem Mundschutz war mir furchtbar heiß, außerdem ist der immer hoch ins Auge gerutscht. Schon von der langen Autofahrt und immerhin war das mit dem Katheter bisher auch neu für mich. Natürlich wollte ich das mitbekommen wie man das alles so macht. Dazu ihn noch festhalten und ablenken... Alles in allem ein anstrengender Tag, auch für den kleinen Mann. Die liebe Schwester hat meinen ganzen Frust abbekommen und war trotzdem noch so freundlich, dass es mir gleich wieder leid tat.

Die Zeit verging wie im Flug. Schon war es wieder Zeit fürs Bettchen und ich wollte ihm seine Breiflasche machen. Das er da im Bett bleiben sollte, hat ihm natürlich nicht gefallen. In jedem Krankenhaus haben sie Gläschen. Auch Bio-Banane. Dies hier ist eine ziemlich keine Station mit nur 4 Zimmern und auch vielen älteren Kindern und natürlich hatten sie also keine Bananengläschen. Für den Zirkus den ich da veranstaltent habe ist es ein Wunder dass trotzdem noch alle so nett mit uns waren. Den Brei habe ich  dann halt mit Birnenmusgläschen gemacht, er wollte es aber nicht. Nach zwei Stunden hat er endlich geschlafen, eine echte Nervenprobe. Dazu kam allerdings dass er lieber gehorcht hat was auf dem Gang los ist, es ist sehr hellhörig hier und viel zu spannend in dem neuen Zimmer, warum also schlafen? Es lief heute eben alles schief...




Endlich im neuem Bett... Yannic schaut sich Fotos von Hydra an


Das schwierigste ist wohl sein Kind alleine in der Klinik zu lassen, bei einem noch unbekannten Menschen. Das mit dem Vertrauen zu den Krankenschwestern aufbauen hört sich so locker an, ist es aber gar nicht. Natürlich machen sie das beruflich mit kleinen, kranken Kindern umzugehen, aber eben nicht so wie ich. Außerdem würde ich das alles lieber selber machen, oder zumindest dabei sein, nachts. Was ist wenn er aufwacht? Er ist zwar schon 1 1/2 Jahre, aber er ist es bis jetzt gewohnt gewesen bei mir zu schlafen. Dazu ist er noch in einer fremden Umgebung und alle die zu ihm reinkommen sind vermummt und dann ist da alles so laut! Da bekommt er ja einen psychischen Schaden.

Ich bin seine einzigste Bezugsperson hier. Warum lassen sie mich also nicht hier schlafen? Das würde den Schwestern auch viel Arbeit mit nachts Wickeln oder so ersparen...

 
   
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